Vier Neuwieder Kanuten in Hamburg

Die beiden lizenzierten Kampfrichter Michael Bauer und Jürgen Straub vom Neuwieder Wassersportverein (NWV) wurden als Vertreter des Kanuverbandes Rheinland aus der Gruppe Süd als Schiedsrichter zu den 97. Deutschen Kanurennsport-Meisterschaften berufen. Die beiden haben für den rein ehrenamtlichen Einsatz eine Woche Urlaub geopfert, um als Starter, Schieds- und Wenderichter tätig sein zu können. So durfte Michael Bauer unter anderem die alten und neuen Weltmeister Roland Rauhe und Sebastian Brendel auf der 200m Sprintstrecke starten. Jürgen Straub, als Schiedsrichter fungierend beobachtete, ob die Wettkampfbestimmungen eingehalten wurden. Ebenfalls über die 200m Distanz nahm auch der Neuwieder Jona Schulz, der für den Wassersportverein Koblenz Metternich startet, das Rennen auf. Im zweiten Vorlauf, von insgesamt vieren, qualifizierte er sich über den Zwischenlauf, den alle Sportler überstehen mussten, für den Endlauf. Hier belegte er den beachtlichen siebten Platz. Sein Vater Roland, der auch zugleich sein Trainer ist, bewertete den belegten Platz als hervorragendes Resultat. Jona ist berufstätig und kann dadurch nur sehr eingeschränkt trainieren, wogegen seine Gegner überwiegend der Nationalmannschaft angehören, und sich täglich dem Kanurennsport widmen können. Übrigens ist Roland Schulz auch ein sehr erfolgreicher Kanute der jahrelang bei den Süddeutschen- und Deutsche Meisterschaften vordere Plätze belegte. In diesem Jahr wurde er in seiner Altersklasse sogar Deutscher Meister über 200m Sprintstrecke. Bei der Langstrecke waren Michael Bauer und Jürgen Straub als Wenderichter eingesetzt. Hier gilt es zu überwachen, dass kein Boot in die Wende herein fährt und somit abkürzen will oder ein anderes Boot behindert. Nach Beendigung der Meisterschaften und der anschließenden Autogrammstunde ließen sich Michael und Jürgen die Unterschriften der WM Teilnehmer geben. Als die Sportler erkannten, dass es sich bei den beiden um Kampfrichter handelte, forderten sie schmunzelnd, bei den nächsten Rennen bevorzugt behandelt zu werden. Auch das ist Kanusport. Michael und Jürgen waren sich einig, dass sich die Anreise nach Hamburg gelohnt hat, obwohl sie eine Woche Urlaub in diesem Jahr weniger haben.

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